19
Jul
2011

Notizen zum aktuellen Leben

Ohrwurm

Münchner Freiheit - Ohne Dich
Schon eigenartig, welche Lieder einem für den Rest des Abends durch den Kopf brummen können.

Rumänien

Ich bin inzwischen wieder aus Rumänien zurück gekehrt, ich werde schaun, in den nächsten Tagen die Energie zu finden, über dieses einzigartige Land zu berichten.

Manu hat jetzt übrigens einen Blog:

Experiencing Australia - Mein Semester in Sydney

News zu Internet-Browsern

  • Firefox 5 ist doch nur wenige Wochen nach Firefox 4 herausgekommen. Zumindest geht mehr als die Hälfte meiner Add-Ons nicht mehr, was tierisch nervt. (Inzwischen geht wieder alles bis auf meine Firetabs-Einstellungen).
  • Der neue Opera hat übrigens die Standardeinstellung für Str-Click geändert, oder täuscht mich das?
  • Alerts in Firefox sehen inzwischen um ein Vielfaches schöner aus. (Auch wenn die außer zum Testen von Skripts eh nie verwendet werden).

16
Jul
2011

Wedding

Your love is like a hedgehog, so stingy outside. But inside you're as sensitive as a flower.

Your look hits me like a hammer on the forehead and your beauty makes me melt like ice cream in the summer sun.

Your squirrel jokes are like a refreshing glass of tuica, making me go 'whoop whoop' like I've just eaten the whole content of the medicine box.

Even when you're gray and old, looking like a cow and smelling like the groom's shoes today, you'll still be my hero baby!

romantic heart
Pantoffeln (Schuhe), Igel, Medikamentenbehälter, Kuh, Eis Creme, Eichhörnchen, Glas, Blume, Hammer

© Some wedding guests of E. & S. J.

5
Jul
2011

Statusbericht

Ob es je öffentlich gebloggte Infos über meinen Verbleib in den letzten beiden Monaten geben wird, bleibt weiterhin unklar. Oder um es anders auszudrücken: Ich hab einfach nicht sonderlich Lust darüber zu schreiben. Es war ernüchtern, manchmal deprimieren, hin und wieder aufbauend. Vor allem aber war es eine ausgezeichnete Schule fürs Leben wie es meine Freunde und Familie auszudrücken pflegten und genau dafür bin ich ungemein dankbar.

Mein Semester hier geht langsam dem Ende zu - oder etwa doch nicht. Nein, das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls habe ich jetzt nicht mehr viel Zeit, schon heute geht bereits mein Zug nach Österreich. Es sollte nur ein sehr kurzer Zwischenstop werden, um 5:00 morgens Ankunft in Österreich, am frühen Nachmittag gehts weiter nach Rumänien.
Wie es danach weitergeht steht noch in den Sternen - in anderen Worten: ist noch völlig unklar.

Bis bald, wünsche allen Lesern einen wunderschönen Ferienbeginn.

Tschau und alles Liebe,
Martin

14
Jun
2011

Ende gut, alles gut. Vienna I'm coming!

Wieder einmal einer der Zwischenfälle wo einen das Leben anpisst - und schließlich doch alles gut wird.

Hier also offiziell: Wien ich komme. Ankunft am 17.6.2011, 4 Uhr irgendwas. Ich bleibe bis zum Di den 21.6. Ob ich allerdings Zeit haben werde, fortzugehn, Freunde zu treffen, usw. kann ich leider mal wieder überhaupt nicht sagen. Ich komm schließlich hauptsächlich um 2 Prüfungen zu schreiben. In Anbetracht der Tatsache, dass ich davor kaum Zeit habe um zu lernen (hab in Lausanne auch was zu tun für die Uni) wird es eher in Stress ausarten. Bitte auch die klitzekleine Tatsache nicht vergessen, dass ich spätestens 2h nach meiner Ankunft in Lausanne die nächste Prüfung auf Französisch schreibe. (Prüfungen dauern hier übrigens alle mindestens 3h lang). Marlene hat mir schon mitgeteilt, dass meine Aktion eher Selbstmord sei, aber was solls.
Hofburg in Wien Was das mit dem Zwischenfall zu tun hat: Ich check heute Nachmittag meine Prüfungstermine, schreib mir das wichtigste heraus, usw. Als ich am Abend meine Notizen nochmals durchgehe, stellt sich tatsächlich heraus, dass ich in 4 Tagen 2 Prüfungen in Wien schreiben könnte - ohne dabei Prüfungen in Lausanne zu versäumen. Klingt perfekt und ungemein stressig (s.o.). Ich telefoniere kurz mit Marlene und beschließe noch 1-2 Stunden zu überlegen bevor ich den Zug buche. Gerade bei meiner Spontanität waren übereilte Entscheidungen bekanntlich nicht immer die besten.
Zwei Stunden später entscheide ich mich also, setze mich im Garten vor den Laptop - und stelle fest, dass keine Sparschiene Tickets mehr verfügbar sind! Die Uhr zeigt 00:13. Wie mir nämlich bewusst wird, müssen Sparschine Tickets mindestens 3 Tage vorher gebucht werden. Shit happens. Also dreh ich erstmal laut 'Mania - Welcome to the Club' auf, ruf bei 05-1717 an und finde heraus, dass die Situation wirklich ziemlich aussichtslos ist. Okay, ab Zürich gibts noch Tickets, keine Ahnung warum, versteh einer das System der Onlinetickets. Meine schlussendliche Entscheidung fällt auf ein reguläres Ticket ab Lausanne um 80 Euro. Blöd, dass man dafür die Vorteilscard benötigt - welche genau jetzt spurlos zu verschwunden sein scheint. Ich stelle meine Zimmer auf den Kopf. 2-3 Stoßgebete. Dann der geniale Einfall, meine Geldtasche ein viertes Mal zu durchsuchen, und hier ist sie. Zurück in den Garten und das Ticket wird gebucht. Gemeinsam mit dem Rückfahrticket um 39.00 Euro. Thanks a lot.
Rathaus in Wien Blöd nur, dass ich bei der ganzen Aktion ausgerechnet meine Nachbarin aufweckte, die heute auch noch Geburtstag hatte. Ich hab mich die letzten Monate wirklich ungemein bemüht, stets ein guter Nachbar zu sein. Aber woher soll ich denn bitte wissen, dass ausgerechnet das Licht im Stiegenhaus in ihr Schlafzimmer scheint. Manchmal meints das Leben einfach nicht so gut gut.
Na gut, was solls, ich werde mein bestes geben um mich wenigstens angemessen zu entschuldigen.

Ich freue mich jedenfalls ungemein wieder kurz nach Österreich zu kommen - und meine Lieblingssprache zu hören *yippiiee*.

Hiermit verbleibe ich mit dem Vorsatz, bald wieder zu bloggen und wünsche allen einen schönen Abend oder guten Morgen,
Martin

12
Jun
2011

Monchmoi denk i ma afoch, i spinn.

So wia heid zum Beispü: Do losst ma so an Typn scho hoiblegal gratis bei sich wohna. Und des ohne dass ma eam an Oaschtritt vapsst, wonn a moi wieda nix zum Gemeinschoftslebn, -putzn oda eikaufn beitrogt. Und jetzt isa seit a boa Tog orbeitslos und schofts doch tatsächlich, dassa Sozialhüfe obcasht. 1100 Franken im Monat, dazua Kronknversicherung und Miete. I no so bled am Onfong, denk ma, jo Miete zoida jo koane, des bringt eam nix. Oba na, der gibt oafoch moi on, dassa bei uns untermietet und kriagt do a no moi. I moan, wen gratis wohna lossn is woi scho nett gnuag, oba donn verdient der a no Geld dran, dassa auf Kostn ondara schmarotzt. (Host übrigns recht ghobt, Papa - ea is a Schnorra. Genauso wia oi die, die ma erklärt hom, es sei a guade Schui fias Lem / Soziales / ... - is es wirklich).

--|| Eigentlich hätt do jetzt no a Absatz her ghead. ||--
--|| Dea is aufgrund von manglnda inhaltlicher Qualität ersatzlos glöscht worn. ||--

Schen Nochmittog no,
Martin

Duad ned

Oida, des geht jo moi goa ned.
Zwoa Monat Pause beim Bloggn, des geht ned.
An Blogentry der in so am Deitsch verfosst is, geht a ned.
Geht doch. Merkt ma donn...

Im Moment is vü wos eigentlich goa ned geht.
Dass mei Computer glei goa ned geht, des geht moi goa ned.
Oda die do drübn glei moi Sex hom wern. Des geht ebnso ned.

Dass ma die Zeit davo lauft, des geht a goa ned.
Oda das i ned so recht woas wia is mit da Uni mochn soit, des geht moi ned.
Das i 7000 Liada auf meim Laptop hob und trotzdem nia woas wochas davon i spün soit. So geht des ned.

Dos im Moment ois a bissl zach dahi geht, des duad ned.
Dass die Rechschreibprüfung grod ois rot untastreicht, des duad a ned.
Und dass i trotz schlofloser letzter Nocht jetzt no putzmunter bin, eigntlich duad des ned.
Duad doch, merkt ma donn...

Copyleft Martin

2
Mai
2011

Kurze Gedanken zur französischen Sprache

Zu einem der am meisten verwendeten Wörten in meinem Französischwortschatz hat sich in den letzten Wochen / Monaten das mir aus dem Deutschen und Englischen sehr vertraute Wort "cool" entwickelt.
"Kul" wird es ausgesprochen, ganz im Gegensatz zur Deutschen Aussprache "kuhl". Und auch wenns eigentlich völlig gleich verwendet wird, gibts im französischen doch eine sehr witzige Eigenheit, die Steigerungsstufen:
  • un petit cool
  • un petit peut cool
  • cool
  • très cool
  • trop cool
  • supercool
  • hypercool
  • megacool
Schon witzig...

Nachtrag: Bin gerade von Frederick verbessert worden, "un petit cool" kann man leider doch nicht sagen ;-)

6
Apr
2011

Chaos am Morgen

Ich am Schreiben (auf der Uni) Das Geräusch der Dusche weckt mich aus meinem Schlaf und erinnert mich daran, das Bett zu verlassen und mich für die Uni fertig zu machen. Meine Wäsche hatte mal wieder nichts besseres zu tun als genau heute auszugehen, also ziehe ich mir die erstbeste Hose und mein Tiger-Shirt über, bevor ich mich in die Waschküche aufmache, um mir frisch gewaschene Sachen zu besorgen.
Wieder zurück begeben ich mich in die Küche wo ich Pedro über den Weg laufe, der vor der Arbeit noch schnell einen Kaffee trinkt. Und begegne einem riesengroßen Chaos: Leere Bierdosen und -Flaschen, umgeworfene Tetrapacks auf dem Tisch und am Boden, Unmengen an schmutzigem Geschirr über die ganze Küche verteilt... Und als wäre das nicht schon ein leichter Schock zum Aufwachen, liegt da neben dem Schmutz und den Essensresten doch tatsächlich Gras auf dem Tisch.
Es scheint fast, als müsste ich dringend mit dem gestern eingezogenem WG-Bewohner reden. "Contre la systeme" (gegen das System) sein ist ja ganz nett, aber wenn das meine Küche in Mitleidenschaft zieht kann das schon ein wenig nerven...

Bei the way, thanks a lot für die Kommentare. Das Photo heute hab ich übrigens ebenso wie das neue Profilbild während dem Tippen für den Blog aufgenommen.

Mahlzeit alleseits,
Martin

2
Apr
2011

...

Und wieder eine völlig normale Nacht. Nur ein paar Sterne sind zu sehen, ansonsten herrscht Finsternis um mich. Ich sitze in Khaki-Shorts, T-Shirt und Schuhen (keine Socken) auf einer Bank im Freien. Nur wenige Meter vor mir befindet sich ein Teich, den ich aufgrund der Dunkelheit nicht erkennen kann. Hinter mir erblickt man vereinzelte Lichter von verschiedenen Gebäuden. Ich höre leise Musik, lausche nebenbei den beruhigenden Geräuschen der Autobahn in meinem Rücken. Ein Tier unbekannter Art lässt leise Geräusche vernehmen während ich genüsslich auf das Lichtermeer rund um den Genfersee blicke, erfolglos versuche Internet zu ergattern und die leichte Kälte genieße, die sich gerade um meinen Körper breit zu machen scheint. Eine perfekte Nacht.
Die Waschmaschine wird nun fertig sein und mein Akku warnte mich schon mehrmals vor seinem Ende, also mache ich mich auf den Weg zurück ins Haus.
Nachdem ich mich um die Wäsche gekümmert habe, sitze ich noch mit meinem WG-Kollegen zusammen, der mir teils in Französisch, teils in Englisch erklärt, warum er sich gerade nicht mit seinem Freund Pedro (der auch bei uns wohnt) versteht. Ich räume noch ein wenig in meinem Zimmer auf und begebe mich dann zu Bett.
Heute, einige Stunden später befinde ich mich direkt vor einem wohl denkmalgeschützten Gebäude und einer altertümlichen Statue. Ich freu mich über den gratis WLAN-Hotspot, mein (inzwischen nicht mehr kaltes) Bier und tolle Musik aus meinem Walkman (nein, nicht der tragbare Kasettenrekorder, aber Sony beschloss, seine MP3 Player mit dem selben Namen zu benennen, hat gewissermaßen Stil). Für meine derzeitige Stimmung könnte ich mir keine bessere Musik vorstellen als die sehr eigenen Lieder von Air, einer Band die ich gerade erst auf der Festplatte eines Freundes entdeckt habe.
Nur die Sonnenbrille hab ich gestern in der Wohnung meines Nachbarn vergessen. Ebenso wie ich vergessen habe, mir neue Zigaretten zu kaufen. Das passiert mir momentan ständig. Ich vergesse die Zigaretten zu Hause, vergesse das Feuerzeug, oder komm einfach nicht dazu mir neue zu kaufen. Ich frage mich manchmal, ob ich überhaupt noch Raucher bin...
Abgesehen von dem Gebäude und der Statue hinter mir, sitze ich gerade in einem Park, quasi direkt im Zentrum von Lausanne. Unzählige Menschen liegen hier auf dem Rasen, spielen, jonglieren, knutschen (oh ja, ich liebe das Wort) oder beschäftigen sich mit was-auch-immer. Der sanfte Geruch von Gras dringt an meine Nase, während ich die Aussicht genieße. Strahlend blauer Himmel, leuchtender Sonnenschein, der riesige Genfer See direkt vor mir, am anderen Ufer versinken die noch immer schneebedeckten Berge leicht im Nebel der sanft über dem Wasser schwebt.
Einfach unglaublich, ich liebe diese Stadt, wenn nicht das Problem mit dem Geld wäre, würde ich sofort herziehen. Apropos Geld: Pedro meinte gestern gerade noch: "You can even smell the money" (Man kann das Geld sogar riechen). Was mich geradezu erschreckt, ist nicht nur die Tatsache, dass es hier wirklich Geld wie Sand am Meer zu geben scheint, sondern dass die Aussage sogar im wörtlichen Sinn stimmt. Eine durch und durch eigene Stadt mit völlig eigenen Leuten.
Ich weiß nicht, ob ich die Schweizer je verstehen werde. Manche "Ausländer" (Lasanne hat ebenso wie meine Uni einen Ausländeranteil von über 40 %) meinen, sie würden sie auch nach einigen Jahren in Lausanne noch nicht verstehen. Langsam denke ich, etwas Wahres daran zu finden. Anfangs merkte ich es kaum, aber nach einiger Zeit fand ich heraus, dass viele der Menschen mit denen ich mich gut verstehe in Wirklichkeit Franzosen sind. Man merkt es am Dialekt, sie sprechen viel deutlicher, dafür verwenden sie einen weit umfassenderen Wortschatz und haben die Angewohnheit überaus schnell zu sprechen. Das scheint in der französischen Sprache generell Mode zu sein, die Worte nur so hinaus zu schießen (Französisch ist eigentlich nicht wie ein Maschinengewehr, mehr wie ein schnell fließender Gebirgsbach). Besonders beliebt ist es auch, Dinge anstatt mit einem Wort, durch 5 nichtssagende Worte auszudrücken, diese jedoch derart schnell aneinander zu reihen, dass sie wie ein einziges Wort klingen. Hat Stil, ist allerdings unmenschlich schwierig zu verstehen.
Wieder einmal komm ich nicht dazu, etwas über mein Leben zu schreiben, ich werde das ehestmöglichst nachholen, nur so viel, es ist gerade immens viel los, die meisten Wochenende bin ich unterwegs oder beschäftigt. Ich habe einige Freunde und unzählige Bekannte gefunden und es geht mir eigentlich total gut. Manchmal bin ich aber dennoch betrübt, mal sitze ich 1h an einem Tisch ohne ein Wort zu verstehen oder mitreden zu können. Französisch geht voran, allerdings lang nicht so schnell wie ich erhoffte. Ach ja, ich hab außerdem begonnen Salsa zu lernen, macht echt Spaß.

Schönen Nachmittag noch,
Martin
Martin...

Martin goes Lausanne


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